Grippezeit

Die Grippeschutzimpfung ist eine der wenigen Schutzimpfungen, die jedes Jahr mit dem aktuellen Grippeschutz-Impfstoff wiederholt werden muss, damit sich das Immunsystem auf die neuen Viren einstellen kann. Der Körper benötigt nach der Impfung 14 Tage, um einen vollständigen Immunschutz aufzubauen. Eine Grippeimpfung wirkt gut sechs Monate lang.

Wer sollte sich impfen lassen?

Alle besonders gefährdeten Personen sollten sich rechtzeitig durch eine aktuelle Impfung schützen. Dazu gehören:

 

  • Personen über 60 Jahre
  • Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit Herz-, Kreislauf-, Lungen-, Leber- oder Nierenkrankheiten
  • Diabetiker und andere Personen, die an Stoffwechselkrankheiten leiden
  • Patienten, die eine immunsuppressive Therapie (zur Schwächung / Unterdrückung des Immunsystems) erhalten haben, zum Beispiel Organtransplantierte
  • Personen mit Immundefekten, zum Beispiel AIDS
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Personen mit erhöhter Gefährdung, zum Beispiel medizinisches Personal
  • Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können
  • Schwangere Frauen (ab der 13. Schwangerschaftswoche) bzw. schwangere Frauen mit Diabetes mellitus (oder ähnlichen Grundleiden) ab Beginn der Schwangerschaft
  • Patienten mit neurologischen Erkrankungen

 

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Für Risikopatienten (s. obige Auflistung) zahlen alle gesetzlichen Krankenkassen die Impfung.

Wann sollte ich mich impfen lassen?

Die Krankheit tritt gehäuft zwischen November und April auf, so dass Sie sich mit Beginn des Herbstes rechtzeitig impfen lassen sollten.

Warum sollte ich mich impfen lassen?

Die Influenza hat nichts mit dem grippalen Infekt zu tun, der meistens nach ein paar Tagen überstanden ist. Die Influenza, auch Virusgrippe genannt, ist eine schwerwiegende Erkrankung, die besonders bei älteren Menschen über 60 und immunschwachen Menschen zu schlimmen Komplikationen, z.B. einer bakteriellen Lungenentzündung, führen kann. Diese Infektionen sind auch die häufigste Ursache für Todesfälle nach einer Influenza: Im Schnitt sterben ca 10.000 - 15.000 Menschen in Deutschland jährlich an der Influenza - bei heftigen Grippewellen sind es deutlich mehr. Viele Komplikationen, die bei einer echten Grippe in kurzer Zeit zum Tod führen können, treten nicht auf, wenn der oder die Betreffende geimpft ist.

Wie wird die Grippe übertragen und wie wirkt sie sich aus?

Der Grippevirus wird in der Regel von einem Menschen, der sich bereits angesteckt hat, auf einen anderen übertragen, zum Beispiel beim Husten oder Niesen. Er befällt dann die unteren Atemwege. Wenn die Krankheit ausbricht, bekommt der Betroffene in der Regel hohes Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen kommen hinzu. Die Genesung kann mehrere Wochen dauern. Häufig leiden die Patienten während dieser Zeit an einem trockenen, sehr quälenden Husten.

 

Bei jungen Menschen, die sonst gesund sind, heilt die Grippe in der Regel nach einigen Wochen wieder ab. Ältere Menschen oder Patienten mit einer Vorerkrankung - zum Beispiel einer Abwehrschwäche, mit Asthma, Zuckerkrankheit oder einer anderen Grunderkrankung - sind jedoch akut gefährdet.

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