Ein äußeres Knochengerüst

Beispiel für ein passives Exoskelett

Die deutsche Firma Ottobock hat das Exoskelett Paexo entwickelt, welches Arbeiten über Kopf ermüdungsfrei über Stunden gewährleisten soll.

Das Anlegen ist fast so einfach wie das Aufsetzen eines Rucksackes und anschließend kann es dann auch schon losgehen. Durch die Konstruktion wird jedes Gewicht, welches von den Armen aufgenommen wird, über die Hüften abgeführt. Damit spürt man keine Last in der Schulter oder dem Rücken und kann relativ entspannt über lange Zeit Tätigkeiten über den Kopf ausführen.

Bei diesem Exoskelett handelt es sich um ein sogenanntes passives System, d.h. es speichert zwar die körpereigene Energie und entlastet den Körper, die Lasten müssen aber immer noch von eigener Kraft getragen werden.

Paexo dient somit in erster Linie der Lebensqualität von Arbeitern und kann langfristig die Schulter vor dauerhaften Verletzungen schützen – bei entsprechenden Arbeiten können die Belastungen im Schulterband beispielsweise zu Entzündungen und anschließend zu einer Kalkschulter, dem sogenannten Impingement-Syndrom, und somit letzten Endes zur Arthrose führen.

Aber nicht nur für Handwerk und Arbeit soll das Paexo eingesetzt werden, auch im medizinischen Bereich soll es Verwendung finden. So soll Paexo Schlaganfallpatienten helfen, ihre Beweglichkeit zurückzuerlangen, indem es sie bei der Armbewegung unterstützt. Der Hintergrund hierbei ist, dass durch die Bewegung der Arme das Gehirn stimuliert wird, neue Nervenbahnen zu rekonstruieren.

Eine andere Möglichkeit aus dem Bereich der Medizin ist, Patienten nach einem Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule wieder zurück an ihren Arbeitsplatz zu bringen.

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