Ergometrie

Die Ergometrie kann Hinweise auf Verkalkungen der Herzkranzgefäße liefern. Unser Herz schlägt in der Minute ca. 60-80 mal und muss sich hierbei zusammenziehen und anschließend wieder ausdehnen. Nur während der Ausdehnung wird es selbst mit Blut und somit Sauerstoff versorgt, da die herzeigenen Versorgungsgefäße während der Phase Zusammenziehens selbst abgedrückt werden.

Die Durchblutung der Innenschichten unseres Herzmuskels ist nun bei Verkalkungen eingeschränkt, da aufgrund des durch die Verkalkungen reduzierten Durchmessers der entsprechenden Gefäße weniger Blut pro Zeit durchfließen kann.

In Ruhe mag das den betreffenden Patienten nicht weiter stören. Wir erinnern uns: In Ruhe schlägt das Herz ca. 60-80 mal in der Minute. Wenn wir uns aber belasten, dann steigt der Puls gemäß der Belastung auch an und damit sinkt natürlich auch die Zeit, die der Herzmuskel bekommt, um sich nach jedem Schlag wieder zu erholen. Damit sinkt natürlich auch die Zeit, die der Herzmuskel hat, um sich selbst mit Blut und somit Sauerstoff zu versorgen.

Während eines Belastungs-EKGs wollen wir genau diesen Zustand provozieren, um zu schauen, ob es zu einer Minderdurchblutung des Herzens kommt. Hierbei stellen sich Veränderungen im EKG ein, die wir dann erfassen können.

Durchführung

Vor der Durchführung einer Ergometrie müssen zuvor ein paar Erkrankungen ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund wird in unserer Praxis meist eine Ultraschalluntersuchung zuvor durchgeführt, in der wir auch noch einmal auf das Herz schauen. Wenn weder Herz noch Blutdruck gegen eine Durchführung der Belastung sprechen, heißt es für Sie, den Feldberg mit dem Fahrrad hochzufahren.

Hierzu werden Sie von uns zunächst verkabelt und nach Messung der Blutdruckwerte sowie der Sättigungswerte geht es los: Sie beginnen mit einer leichten Belastungsstufe (meist zwischen 25 – 50 Watt) und diese wird entweder alle 2 Minuten oder kontinuierlich um weitere 25 – 30 Watt gesteigert. Sie müssen während der gesamten Untersuchung versuchen, die „Geschwindigkeit“ zu halten, die Ihnen über einen Marker auf dem Fahrrad angezeigt wird.

Sie treten dann so lange in die Pedalen, bis Sie nicht mehr können, Brustschmerzen oder eine starke Luftnot verspüren oder wir Ihnen sagen, dass die Untersuchung nun beendet ist. Formale Abbruchkriterien für diese Untersuchung sind neu auftretende Herzbeschwerden, eine schwere Luftnot, ein Blutdruckabfall unter der Belastung von mehr als 10mmHg zum zuvor gemessenen Wert, ein systolischer Blutdruck von mehr als 200mmHg sowie Veränderungen im EKG.

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